Stellenausschreibung und Bewerbung – das perfekte Match!

Sie wissen unlängst, dass es bei einer Bewerbung darum geht, den Personaler davon zu überzeugen, dass man selbst der perfekte Kandidat für die ausgeschriebene Stelle ist. Aber einfach blind darauf loszuschreiben und mit Hard Skills um sich zu werfen, ist nie der richtige Weg.

Das Matching muss stimmen!

Zu matchen heißt in diesem Sinne, die Stellenanzeige auszuwerten, entsprechend die Bewerbungsunterlagen auf die Anzeige anzupassen und auf das Unternehmen einzugehen.

„Mein einziger Anspruch ist es, Geld zu verdienen und besser bezahlt zu werden, als es jetzt der Fall ist.“

Wenn das Ihre Motivation ist, um sich zu bewerben, dann sind Sie damit nicht allein. Allerdings können Sie einen Personalverantwortlichen so nicht überzeugen. Es geht darum zu zeigen, aus welcher Motivation heraus Sie sich für eben dieses Unternehmen und diese Stelle entschieden haben – auch wenn Sie zunächst selbst nicht wissen, welche Motivation Sie haben.

So gelingt das Matchen zwischen Bewerbung und Stellenanzeige:

  1. Die Anzeige sorgfältig lesen.

Bei einer Stellenanzeige stellt sich nicht nur das Unternehmen selbst vor. Es wird ebenfalls auf die Tätigkeiten, beziehungsweise auf das Aufgabenprofil und auf das Anforderungsprofil eingegangen. Zwar sind nicht alle Punkte eines solchen Profils von gleicher Relevanz, dennoch sollte jede Auflistung beachtet werden.

An diesem Punkt beginnt bereits das erste Matchen. Fragen Sie sich selbst: Was davon kann ich? Welches Kriterium erfülle ich nicht?

Wenn Sie keine einzige Übereinstimmung zwischen sich selbst und den gesuchten Kriterien finden, dann können Sie sich zwar auf gut Glück bewerben – aber was möchten Sie dann anbieten? Seien Sie sich immer dessen bewusst, dass ein Arbeitgeber gezielt und nicht aus reinem Jux sucht.

ABER: Ihre Qualifikationen müssen nicht zu 100 % mit allen Suchkriterien übereinstimmen! Es geht darum, einen Großteil der Hard Skills sowie Soft Skills zu erfüllen und gleichzeitig mit Erfahrung glänzen zu können.

  1. Genau zum Unternehmen recherchieren.

Dank dem Internet ist es nicht mehr allzu schwierig, sich genau über ein Unternehmen zu informieren. Schauen Sie sich zunächst die Unternehmensseite genau an:

Was sagen andere Stimmen über das Unternehmen?

Hierbei zählen nicht nur Nachrichten oder Zeitungsartikel, sondern ebenfalls Stimmen und Meinungen von ehemaligen Mitarbeitern oder Praktikanten. Ebenso bieten verschiedene berufliche Netzwerke das Bewerten von Arbeitgebern an. Dort sollten Sie sich ebenfalls die Bewertungen ansehen.

Wenn für Sie der dort entstandene erste Eindruck überzeugt, dann informieren Sie sich über das Unternehmen selbst. Notieren Sie sich alle Punkte, von denen Sie sagen, dass Sie sich mit diesen Werten identifizieren können.

Was macht das Unternehmen aus?

Es gibt unterschiedliche Faktoren, die ein Unternehmen auszeichnen: Möglich ist zum Beispiel: Traditions- und/oder Familienunternehmen, besondere Auszeichnungen, gesondertes Interesse für karitative oder ökologische Projekte, Mitarbeiterförderung, besonders erfolgreich auf einem bestimmten Gebiet oder, oder, oder.

  1. Den Lebenslauf in Einklang bringen.

Ein Lebenslauf bleibt so, wie er ist – ganz egal, bei welchem Unternehmen Sie sich auf eine Anstellung bewerben. Der Grund dafür ist ganz einfach, dass Sie Ihre Erfahrungen nicht ändern können. Zudem gilt es bei der Wahrheit zu bleiben, unabhängig davon, ob Lücken vorhanden sind.

Einen Personaler interessiert vor allem, wo Sie bisher gearbeitet haben und mit welchen Aufgaben Sie in diesem Zeitraum konfrontiert wurden. An diesem Punkt gilt es, eine kleine Übersicht von drei bis vier Bulletpoints zu erstellen. Je länger die Anstellung zurück liegt, desto weniger Bulletpoints sind notwendig.

Haben Sie an vielen verschiedenen und wichtigen Projekten teilgenommen, ist es ratsam, eine separate Projektliste mit den einzelnen Zeiträumen für jedes Unterfangen anzufertigen. Dadurch bleibt Ihr Lebenslauf übersichtlich.

In Bezug auf die verschiedenen EDV-Kenntnisse sollten Sie diese in den zusätzlichen Qualifikationen mit einbauen. Insofern diese Fertigkeiten im Rahmen einer Weiterbildung erworben wurden, gilt es ebenfalls die besagte Weiterbildung samt deren Zeitraum aufzuführen.

  1. Das Anschreiben auf die Stellenausschreibung anpassen.

Dieser Punkt klingt für viele zunächst so, als müssten Sie in einer Tabelle die Anforderungen und Fertigkeiten nebeneinander aufführen. Schließlich sieht dann der Personalverantwortliche direkt, was Sie alles können. Weit gefehlt.

Seien Sie sich bitte immer über Folgendes im Klaren: Ein Anschreiben an sich erläutert lediglich den Grund, warum Sie dem Personaler Unterlagen zukommen lassen. Gleichzeitig bietet es aber auch den Anreiz, sich alle zugesandten Bewerbungsunterlagen genauer anzusehen und Sie als geeigneten Kandidaten in Erwägung zu ziehen. Das heißt, dass vom Deckblatt über den Lebenslauf bis hin zu den Zeugnissen alles perfekt sein kann, es jedoch niemand bemerkt, wenn Ihr Bewerbungsschreiben nicht überzeugt.

Gleichwohl es viele Rezepte für das perfekte Anschreiben gibt, so richtig einig werden sich Personaler nicht darüber, wie es aussieht. Wichtig sind Individualität samt Bezug zu dem Unternehmen und der Stellenausschreibung.

Sie haben bereits eine Liste mit allen Skills, welche Sie von der Stellenausschreibung erfüllen. Zudem haben Sie eine Liste mit allen Aspekten, die Ihnen positiv an dem Unternehmen aufgefallen sind und einen Anreiz für die Bewerbung geben. Jetzt gilt es alles zu verschriftlichen und in Einklang zu bringen. Bedenken Sie auch bitte, dass es nicht nur um Ihre fachlichen, sondern ebenfalls um Ihre sozialen Kompetenzen geht.

Zum Beispiel: Es wird nach einem Webentwickler mit fundierten Kenntnissen in gängigen Web-Technologien wie zum Beispiel HTML, Javascript, Ajax und ExtJs gesucht. Gleichzeitig ist jedoch nicht ein Einzelgänger, sondern ein Teamplayer gefragt.

Beides kann wie folgt zusammengefasst werden:

[…] Im Rahmen meines Studiums an der XX Universität habe ich durch verschiedene Kurse sowie praktische Anwendungen die sichere Programmierung durch die Anwendung von HTML; Javascript, Ajax und ExtJs gelernt. Durch meine Praktika während des Studiums habe ich diese Fertigkeiten durch projektorientierte Teamarbeit festigen können. Dabei konnte ich besonders durch mein aufgeschlossenes und hilfsbereites Wesen überzeugen. […]

In diesem Absatz werden Erfahrungen, Hard und Soft Skills direkt mit dem Anforderungsprofil der Stellenausschreibung zusammengebracht. In gleicher Weise kann mit den Motivationspunkten für das Unternehmen verfahren werden.

Zum Beispiel:

Sehr geehrte/r Herr/Frau,

als Webdesigner mit vielseitiger Berufserfahrung suche ich nach einer neuen Herausforderung in einem international erfolgreichen Traditionsunternehmen wie XY, welches sich vor allem durch seine innovativen Produkte und nachhaltige Denkweise auszeichnet. […]

So werden ganz leicht verschiedene Aspekte des Unternehmens aufgeführt und bereits zu Beginn des Anschreibens sieht der Personaler, dass Sie sich nicht nur mit der Stellenausschreibung, sondern ebenfalls mit dem Unternehmen selbst auseinandergesetzt haben. Im Übrigen sollten Sie diesen Satz nicht einfach Copy-Pasten, sondern wirklich nur auf die Fakten eingehen, die das Unternehmen auszeichnen und die Sie interessieren.

Mit diesen einfachen Tipps gelingt es Ihnen ganz leicht, Ihre Bewerbung mit einer Stellenausschreibung zu matchen und damit den Personalverantwortlichen von sich zu überzeugen! Wenn Sie sich dennoch nicht sicher sind, ob und wie Sie sich am besten präsentieren, können Sie bei einem professionellen Dienstleiter Hilfe in Anspruch nehmen.

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