Nachgefragt bei Angela Neuschulz, IT-Recruiterin bei der Deutschen Bahn

Datum05.02.2014 AutorKathleen Fritzsche KategorieArbeitgeber,  Arbeitsmarkt IT,  Berufsbilder KommentareKeine Kommentare

Diese Woche haben wir uns mit Angela Neuschulz, IT-Recruiterin bei der Deutschen Bahn, unterhalten und schauen hinter die Kulissen des deutschen Großkonzerns.

Welche Position nehmen Sie im Unternehmen ein? Bitte stellen Sie sich kurz vor.

Ich bin seit 2012 Recruiterin im neugegründeten Bereich Personalgewinnung der Deutschen Bahn. Wir haben unsere Personalgewinnungsteam regional aufgestellt. Zusammen mit meinen Kollegen arbeite ich am Standort Frankfurt und habe mich auf die Gewinnung von IT-Professionals für unsere Tochterunternehmen spezialisiert. Wir bieten ein breites Portfolio an Jobangeboten – Entwickler (w/m), Multiprojektleiter (w/m), Product Manager, Junior- und Senior Berater. Viele weitere Jobprofile werden in den kommenden Wochen auf unserer Karrierepage ausgeschrieben und von uns Recruitern beworben. Ich selbst habe Betriebswirtschaft mit Weiterqualifizierungen in Betriebspsychologie und Eignungsdiagnostik studiert. Meine beruflichen Erfahrungen habe ich zunächst in der Automobilindustrie erworben, schwerpunktmäßig in der Personalgewinnung, und diese nun bei der DB weiter ausgebaut.

Deutsche Bahn Mobility Logistics Logo

Was können IT-Bewerber von Ihrem Unternehmen erwarten?

Die Deutsche Bahn ist einer der größten und vielfältigsten Arbeitgeber Deutschlands. Uns ist besonders wichtig, dass wir unseren Mitarbeiter/innen mehr als einen interessanten und sicheren Arbeitsplatz anbieten – das gilt sowohl für IT-Berufe als auch für unsere anderen Berufsgruppen. Alle DB-Mitarbeiter erhalten umfassende Sozial- und Nebenleistungen und viele persönliche Vorteile über unsere Sozialpartner, wie eine betriebliche Altersvorsorge und Kinderbetreuungsangebote. Außerdem bieten wir weitere Zusatzleistungen und Sonderkonditionen, wie Freifahrten im Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn.

Was sind die Besonderheiten Ihrer Unternehmenskultur?

Die Mitarbeiterzufriedenheit und damit auch die Kulturentwicklung ist ein zentraler Bestandteil unserer Konzernstrategie DB2020. Mit engagierten und zufriedenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wollen wir zu den zehn Top-Arbeitgebern in Deutschland werden. Dahinter steht die Überzeugung, dass zufriedene Mitarbeiter eine Voraussetzung für zufriedene Kunden und damit für den nachhaltigen Erfolg des Konzerns sind. Um unser Ziel zu erreichen, haben wir wichtige Handlungsfelder identifiziert und arbeiten nachhaltig an diesen:

  • Wir wollen qualifizierte Mitarbeiter nicht nur gewinnen, sondern vor allem auch langfristig binden.
  • Wir gestalten gemeinsam mit unseren Mitarbeitern und Führungskräften eine offene und partnerschaftliche Unternehmenskultur.
  • Wir leben Vielfalt und stellen Chancengleichheit sicher – für unsere Mitarbeiter und Führungskräfte.
  • Wir engagieren uns aktiv für eine Gesellschaft, in der wir selbst leben möchten.

Deutsche Bahn_IT

Wie heben Sie sich im Recruiting und der Betreuung von IT-Bewerbern von anderen Unternehmen ab?

Mit unserem ganzheitlichen Konzept vereinen wir unser Employer Branding mit unseren Recruiting -Aktivitäten. Unsere Kampagne „kein Job wie jeder andere“ kam bei unseren Zielgruppen sehr gut an – so auch bei Bewerber/innen aus der IT-Branche. Wir bedienen die passenden Kanäle, sprechen relevante Kandidaten zielgruppenspezifisch an und beziehen dabei regionale Besonderheiten des Arbeitsmarktes ein. Darüber hinaus sind wir als Recruiter zentrale Ansprechpartner für unsere Bewerber, informieren umfassend, sind auf Jobmessen präsent und pflegen unsere Netzwerke über die sozialen Medien.

Spielen Social Media-Kanäle für Sie im Recruitingprozess eine Rolle? Wenn ja, welche?

Wir sind über sieben Social-Media-Kanäle aktiv: Facebook, Twitter, Youtube, Google+, Xing, LinkedIn, und Kununu und nutzen diese, um die Vielfalt und Attraktivität der Deutschen Bahn als Arbeitgeber zu präsentieren sowie über spannenden Neuigkeiten zu berichten. Über Xing und LinkedIn sprechen wir zudem passende Kandidaten direkt an.

Gibt es für Ihre IT-Mitarbeiter spezielle Weiterbildungsprogramme und nicht-monetäre Anreize? Welche?

Flexible Arbeitszeiten und berufliche Qualifizierungen bieten wir allen Mitarbeiter/innen der Deutschen Bahn an. Ein-, um-, aufsteigen – bei der DB haben alle die Chancen sich ein Berufsleben lang weiterzuentwickeln. Mitarbeiter unserer Tochter DB Systel können beispielsweise anerkannte Zertifizierungen durch interne und externe Qualifizierungsprogramme erwerben. Zwei Beispiele sind die Projektmanagement Akademie (PMA) und die Systel Consulting Academy (SCA).

Herzlichen Dank für das spannende Interview und weiterhin viel Erfolg!

Karriere im SAP-Umfeld

Datum03.02.2014 AutorKathleen Fritzsche KategorieArbeitsmarkt IT,  Berufsbilder,  IT-Arbeitsmarkt KommentareKeine Kommentare

Die Karriere als SAP-Berater gilt schon seit längerem als eine der attraktivsten und lukrativsten in der IT, gleichzeitig sogar als eine der sichersten. Aber was sind eigentlich die Aufgaben von SAP-Beratern? Und welche Chancen haben dabei Quereinsteiger? Im Folgenden geben wir einen kleinen Einblick in den Alltag eines SAP-Experten.

SAP-Berater bilden im ersten Schritt die Schnittstelle zwischen Fach- und IT-Abteilungen eines Unternehmens, ob sie nun als interne oder externe Berater im Unternehmen eingesetzt werden. Deshalb sollten sie fundiertes IT- und BWL-Wissen mitbringen, um beide Bereiche verstehen, analysieren und dafür Konzepte entwickeln zu können. Wirtschaftsinformatiker bringen dafür meist die besten Voraussetzungen mit, da sie fundiertes Grundlagenwissen in beiden Bereichen haben. SAP-Experten analysieren bestehende Software-Systeme (SAP-eigene oder fremde), um dann die Optimierung bzw. Neuausrichtung hinsichtlich der aktuellen Gegebenheiten im Unternehmen durchzuführen. SAP-Berater müssen komplexe Zusammenhänge erkennen und unterschiedliche Module analysieren sowie kombinieren können. So sind zum Beispiel die Module zur Personalwirtschaft und zum Rechnungswesen sowie die zur Logistik und Warenwirtschaft eng miteinander verzahnt. Dabei sind auch Kenntnisse der jeweiligen Branche unabdingbar, da die SAP-Lösungen meist branchenspezifisch aufgebaut sind. Grundsätzlich werden SAP-Lösungen vorwiegend von größeren Unternehmen genutzt, da diese sehr komplex sind; meist zu komplex für kleine und mittelständische Unternehmen.

Obwohl SAP-Berater sehr gute Gehalts- und Aufstiegschancen haben, müssen sie im Gegenzug auch umfangreiche Kenntnisse und entsprechende praktische Erfahrungen in ihrem Fachgebiet mitbringen. Mathematisches und prozessuales Denkvermögen sind dabei eine große Hilfe. Somit haben auch Quereinsteiger eine Chance, die diese Kompetenzen mitbringen. Nicht nur Wirtschaftswissenschaftlicher und Informatiker sind in der SAP-Beratung tätig, sondern auch Juristen, Geisteswissenschaftler oder Soziologen. Diese erlernen die nötigen Kenntnisse meist im Rahmen von Weiterbildungen bzw. SAP-Zertifizierungen. Notwendig für externe Beratungsjobs ist dabei auch uneingeschränkte Reisebereitschaft. SAP-Projekte dauern oft mehrere Monate wenn nicht sogar Jahre, sodass auch Durchhaltevermögen ein wichtiges Attribut erfolgreicher SAP-Berater ist. Insgesamt können sich erfahrene SAP-Berater ihre Jobangebote meist aussuchen, da die Auswahl vielseitig ist.

Der Master als Weiterbildungsmaßnahme für ITler

Datum14.10.2013 AutorKathleen Fritzsche KategorieArbeitsmarkt IT,  Berufsbilder KommentareKeine Kommentare

Ein Bachelor-Abschluss im Fachbereich IT eröffnet dem Absolventen bereits ein vielfältiges Angebot auf dem Arbeitsmarkt. Wer jedoch höher hinaus möchte und seine berufliche Zukunft in der Führungsetage eines Wirtschaftsunternehmens oder des öffentlichen Dienstes sieht, sollte den Master als Weiterbildungsmaßnahme in Betracht ziehen.

IT-Absolventen haben beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt, da auch auf diesem Gebiet Fachkräftemangel herrscht. Immerhin wuchs die Branche im vergangenen Jahr um 19.000 Stellen und der Bedarf an IT-Absolventen steigt weiterhin. Sowohl in der Lehre als auch in Forschung und Verwaltung bieten sich Bachelor-Absolventen attraktive Jobchancen. Diverse Unternehmen aus den verschiedensten Branchen sind auf der Suche nach IT-Spezialisten für die Einsatzfelder Datenverarbeitung und Computertechnik.

Wer seine beruflichen Perspektiven jedoch noch ausbauen möchte, hat die Möglichkeit seine Kenntnisse durch einen Master-Studiengang zu erweitern. Ein konsekutives Master-Programm, das wohl am häufigsten angebotene, soll die Kenntnisse aus dem Erststudium, also die Grundlagen und die Verwendung elektronischer Datenverarbeitungsanlagen, vertiefen. Diese Vertiefung kann verschiedene Schwerpunkte beinhalten. Unter anderem liegt der Fokus auf Software- und Hardwareentwicklung sowie im Management-Bereich.

Ist die Entscheidung erst einmal gefallen, den Schritt zum Erwerb des Masters zu gehen, gilt es nun noch, den passenden Studiengang für die persönliche Situation zu finden. Stellen Sie sich daher zunächst die Frage, ob Sie Ihr Studium berufsbegleitend und in Teilzeit oder in Vollzeit absolvieren möchten. Ein berufsbegleitendes Teilzeitstudium dauert, abhängig vom Studiengang, zwischen drei und fünf Semestern. Der Vollzeit-Master im IT-Bereich umfasst in der Regel vier Semester.

Weitere Informationen zum Thema und interessante Master-Studiengänge im Bereich IT finden Sie hier. Außerdem erhalten Sie dort auch weitere Hinweise zu Themen wie Gehalt in der IT-Branche und zum Bewerbungsverfahren.