Wie kannst Du Bewerber überzeugen? 8 Schritte für Recruiter

Wie kannst Du Bewerber überzeugen? 8 Schritte für Recruiter

Nicht leicht ist es, das richtige Personal für eine Stelle zu finden. Noch schwieriger ist es, dieses davon zu überzeugen, sich zu bewerben. Und auch dann ist noch nicht garantiert, dass der jeweilige Bewerber auch wirklich in Dein Unternehmen will. Bewerberkommunikation ist also das A und O. In acht Schritten zeigen wir Dir, wie Du Bewerber überzeugen kannst, bei Dir anzuheuern.

Fachkräftemangel. Gerade in der IT-Branche ein Wort, das Gewissheit transportiert. Es wird immer schwieriger, das richtige Personal für die richtigen Stellen zu finden. Richtig kann schließlich eine Menge bedeuten: Qualifikation, Erfahrung aber auch die passende Persönlichkeit für die jeweilige Unternehmenskultur. Wenn man dann einmal jemanden hat, der voll und ganz in ein Unternehmen und darin auf eine bestimmte Stelle passen würde, ich es selten einfach, denjenigen auch für sich zu gewinnen. Ein Mittel ist hier die Kommunikation mit dem Bewerber. Wir zeigen Dir, wie es gelingen kann.

8 Schritte um den richtigen Bewerber finden und diesen Bewerber überzeugen zu können

  1. Du musst Deine Zielgruppe finden und kennenlernen

Die erste Frage ist immer: An wen richtet sich Deine Stellenausschreibung? Sind es eher junge Leute bis 30 oder erfahrene Menschen jenseits der 50? Die Antwort auf diese Frage sollte sich aus Deiner Unternehmenskultur ableiten aber auch aus dem Stellenprofil. Es ist wahrscheinlicher, dass jemand Junges die neuesten Entwicklungen beim neuesten Social Netzwerk kennt als jemand Altes.

Wenn Du weißt, wer Deine Zielgruppe ist, musst Du Dir überlegen, was diese interessiert. Was sucht sie an einer neuen Stelle und warum könntest Du der richtige Arbeitgeber sein? Wie kannst Du diese Menschen dazu bewegen, sich bei Dir zu bewerben?

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  1. Du musst Dir überlegen, wie und wo Du diese Zielgruppe ansprechen möchtest

Natürlich, da gibt es Zeitungen, Magazine und Stellenbörsen im Internet. Aber die Möglichkeiten gehen viel weiter. Zum Beispiel kannst Du Hochschulen ansprechen. Diese werden Dir selten das Angebot ausschlagen, eine Kooperation einzugehen. Absolventen und Studierende werden dann zuerst Angebote von Deinem Unternehmen zu sehen bekommen. Dafür zahlst Du natürlich, aber das kann sich lohnen.

Durch Praktika oder das Angebot, Abschlussarbeiten bei Dir anzufertigen, gewinnst Du frühzeitig das Interesse von Studierenden. Auf Karrieremessen, die auch häufig von Hochschulen organisiert werden, triffst Du diese jungen Menschen dann direkt.

Natürlich gibt es noch mehr Optionen, aber das Beispiel zeigt Dir, dass Stellenanzeigen nicht alles sind.

  1. Wie kannst Du Dein Stellenangebot formulieren?

Hier geht es darum, Menschen dazu zu motivieren, sich bei Dir zu bewerben. Damit sie das tun, ist es wichtig, dass Du offen und ehrlich auftrittst, gleichzeitig aber auch freundlich und großzügig. Stelle also nicht Deine Erwartungen und die Anforderungen in den Mittelpunkt. Erwähne, was Du anbietest. Entwicklungschancen, faires Gehalt, flache Hierarchien. Und stehe zu Deinen Fehlern. Das kannst Du ironisch-kumpelhaft tun oder seriös. Aber bedenke, dass Du genauso die Fehler und Lebenslauflücken der Bewerber kennenlernen wirst. Da ist es nur fair, wenn auch Du mit offenen Karten spielst.

  1. Trotz Alledem: Erste Adresse für Stellenanzeigen ist das Internet

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Natürlich, Du suchst nach IT-Personal. Als ob dieses nicht zuerst mit Hilfe seines Computers nach Stellenanzeigen sucht. Hier gibt es viele Wege, mit denen Du Erfolg haben kannst und je mehr Du beschreitest, desto weiter kommst Du. Da ist zum Einen Deine Website. Hier gehört die erste Anzeige hin. Dann sind da Job-Börsen, wie zum Beispiel die Seite, auf der Du gerade surfst. Dann gibt es aber auch die Agentur für Arbeit, die Deine Stellenanzeige gerade an die heranträgt, die sich aktiv auf der Suche nach Arbeit befinden.

  1. Wie kannst Du das Bewerbungsverfahren gestalten?

Hier gilt die Devise: Je unkomplizierter, desto besser. Und: Je schneller, desto besser. Verzichte auf lästige Formulare und Bewerbungsmasken. Diese sind zwar praktisch für Dich, weil Du so alles schön und simpel einordnen kannst, für Bewerber sind sie aber lästig, weil es keine einheitliche Maske gibt. Jedes Mal wieder ein Zeugnis und einen Lebenslauf hochladen – das nervt.

Stattdessen nenne lieber eine E-Mail-Adresse und gib an, welche Formulare Du erwartest. Dazu nenne noch eine Ansprechperson. Es ist ein viel besseres Gefühl, wenn man im Anschreiben eine Person adressiert, als wenn es die berühmten „verehrten Damen und Herren“ sind.

Und, ganz wichtig: Lass Dir nicht zu viel Zeit. Schon sechs Wochen können dafür sorgen, dass ein Bewerber abspringt. Immerhin wird er sich selten nur auf einen Job bewerben. Wenn es doch länger dauert: Sag Bescheid. Eine kurze Mail mit dem Hinweis darauf, dass das Bewerbungsverfahren länger dauert als geplant, ist sympathisch, ehrlich und kann Dir Zeit kaufen.

  1. Du kannst auch aktiv nach Bewerbern suchen

Wie? Auch hier ist das Internet Deine erste Anlaufstation. Auf Xing oder LinkedIn hat fast jeder ein Profil, der arbeitet. Zumindest im IT-Bereich. Das heißt, Du kannst hier ganz aktiv nach neuem Personal suchen, egal ob Du gerade eine Stelle ausgeschrieben hast oder nicht.

Du kannst nach Stichworten suchen und so bereits eine Vorauswahl finden, aus der Du dann die passendsten Leute herausfischst.

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Achte darauf, dass das Profil Deines Unternehmens dabei aktuell und aussagekräftig ist. So können die potentiellen Bewerber schnell entscheiden, ob sie auf Deine Anfrage eingehen möchten oder nicht.

  1. Vernachlässige niemals das Onboarding

Die erste Phase eines neuen Angestellten ist mit die wichtigste. Hier wird das Bild von Dir und Deinem Unternehmen geprägt, hier entscheidet sich aber auch, wie schnell Dein neuer Mitarbeiter voll leistungsfähig ist. Meistens wird diese Phase vernachlässigt. Das kann dann dazu führen, dass vielversprechende Arbeitnehmer wieder abspringen.

Überlege Dir also schon bevor Du jemanden einstellst, wie Du ihn in Dein Unternehmen integrieren kannst. Am besten stellst Du genau dafür jemanden ab, der sich um die Person kümmert. Und mach Dir einen Plan dessen, was alles in dieser ersten Phase der Anstellung vermittelt werden soll. Schließlich kann es sein, dass Dein neuer Angestellter am Ende auch gegenüber seinen Bekannten genau hiervon schwärmt – und Dir noch mehr qualifiziertes Personal einbringt.

  1. Absagen

Nicht der einfachste Punkt. Hier entscheidet sich, ob jemand mit Groll aus der Bewerbungsphase hervorgeht oder mit einem wohlwollenden Gefühl. Das ist wichtig, denn solche Dinge sprechen sich herum. Wenn jemand nach einem freundlichen Bewerbungsgespräch eine unpersönliche Absage per Mail erhält, wird er sich unhöflich behandelt vorkommen. Hier lohnt sich etwa ein Anruf, der auch auf Gründe eingeht, wieso es diesmal nicht geklappt hat.

Freundlich wirkt auch die Bitte, die Daten eines Bewerbers aufbewahren zu dürfen, um bei einer neuen Stellenöffnung wieder auf ihn zurückkommen zu können.

Wenn Du all diese Schritte beherzigst und versuchst, bestmöglich zu absolvieren, wirst Du sicherlich das richtige Personal finden und halten können. Die Kunst, wie Du Bewerber überzeugen kannst, ist keine einfache. Aber wer sie meistert, kriegt die besten Leute in sein Unternehmen.

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Warum Nachhaltigkeit für Recruiter wichtig ist – und wie man sie erreicht

Nachhaltigkeit Recruiting

Heute suchen Menschen ihre Jobs nach anderen Kriterien aus, als es noch vor zehn Jahren der Fall war. Für junge Arbeitnehmer oder auch junge Leute, die in den nächsten Jahren auf den Jobmarkt drängen werden, ist Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung von Unternehmen ein Faktor, den Unternehmen und Recruiter nicht unterschätzen dürfen. Warum ist Nachhaltigkeit für Recruiter also so wichtig? Und – wenn man sich entscheidet, derart auf junge Leute zuzugehen: Wie kann man auch als kleines oder mittelgroßes Unternehmen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung repräsentieren?

Unternehmerische Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Unternehmen werden aufgefordert, sich ihrer Verantwortung zu stellen. Sowohl ökologisch, also in Umweltfragen, als auch im gesellschaftlichen Bereich wird von ihnen gefordert, mit anzupacken. Gerade junge Leute bestehen bei ihrer Jobwahl immer häufiger darauf, dass das Unternehmen, für das sie sich entscheiden, diesen Anforderungen gerecht wird.

Nachhaltigkeit ist aber etwas, was Unternehmen auch einiges abverlangt, wenn sie bisher nicht darüber nachgedacht haben. Nachhaltigkeit muss in die Kultur eines Unternehmens einziehen. Ob ein Unternehmen nachhaltig wirtschaftet richtet sich nach Fragen wie denen nach ethischen, sozialen, ökologischen, kulturellen – aber auch wirtschaftlichen Standards.

Ein Unternehmen, das solche Fragen aber mitdenkt, kann einen positiven Effekt auf die Umwelt, die Gesellschaft oder die Wirtschaft haben. Junge Leute sind durchaus bereit, anzuerkennen, wenn ein Unternehmen sich erkennbar Mühe gibt, eine solche positive Veränderung zu bewirken.

Harvard Business Review hat 2016 eine Studie veröffentlicht, die klar belegt, dass ein Unternehmen mehr Vor- als Nachteile hat, wenn es sich auf eine solche Nachhaltigkeit einlässt.

Nun ist es aber natürlich auch so, dass man nicht von heute auf morgen ein Unternehmen auf einen Fokus auf Nachhaltigkeit umpolen kann. Ein solcher Vorgang kostet Zeit und Überlegung. Es beginnt damit, dass ein Unternehmen sich kleine Dinge vornimmt, die es aus eigenem Antrieb verwirklichen kann – hier fällt das Stichwort „Authentizität“. Dann geht es darum, sich eine Mission zu suchen, wie man sie aus der Startup-Szene kennt: In welchem Bereich möchte man zu einer Verbesserung beitragen? Ein solcher Fokus kann helfen, die eigenen Prioritäten zu ordnen und daraus logische Schritte und Maßnahmen abzuleiten.

Aber warum genau sollte Nachhaltigkeit für Recruiter und Unternehmen eine Bedeutung haben?

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Nachhaltigkeit von Unternehmen als Recruitment-Instrument

Wenn man Millenials fragt, erübrigt sich die Frage nach der Bedeutung sehr schnell. Denn unternehmerische Nachhaltigkeit beeinflusst nicht nur die Umwelt, das Unternehmen selbst und die Gesellschaft: Es erleichtert auch das Recruiting.

Im Jahr 2025 werden drei Viertel der arbeitenden Bevölkerung aus den heutigen Millenials bestehen. Diese Generation kommt mit klaren Vorstellungen dessen, was ihr Arbeitgeber leisten soll und, wie oben erwähnt, dazu gehört auch ein Fokus auf Nachhaltigkeit.

Eine Studie hat 2016 herausgefunden, dass 64 Prozent der Millenials nicht bereit sind, in einem Unternehmen zu arbeiten, das sich nicht explizit und stark für soziale Belange einsetzt. 76 Prozent dieser Menschen zieht dieses soziale oder aber auch Engagement für die Umwelt mit in ihre Entscheidung ein, wenn es darum geht, welchen Job man haben möchte. Auf alle Arbeiter gerechnet sind es immerhin 58 Prozent, die so denken. Dreiviertel der Millenials und die Hälfte der gesamten arbeitenden Bevölkerung sind bereit, Gehaltseinbußen in Kauf zu nehmen, um in einem Unternehmen zu arbeiten, das sich für Umwelt und Menschen einsetzt.

Es ist also festzuhalten, dass die Vorstellungen von einem Unternehmen und die Anforderungen an dieses sowie die Herausforderungen, die damit einhergehen, sich verändern. Aber man kann kaum noch leugnen, dass es auf Dauer essentiell wird, dass auch Recruiter die sozialen und ökologischen Schwerpunkte ihrer Unternehmen mit in die Suche nach geeignetem Personal mit einbeziehen.

 

Ein paar Gedanken zur Nachhaltigkeit für Unternehmen

Wenn man sich als Recruiter unsicher ist, wie man schnell ein Nachhaltigkeitsprogramm etablieren kann, hier ein paar Ideen:

  1. Überzeuge das Management. Wenn das Management erst überzeugt ist, sollte es von alleine laufen. Zumindest mittelfristig. Wenn das Management nämlich nicht überzeugt ist, wird man überall Steine finden, die einem unbedacht oder sogar gewollt in den Weg gelegt wurden: Ob es der finanzielle Spielraum ist, der eingeengt wird oder die Unmöglichkeit, während der Arbeitszeit an dem Projekt Nachhaltigkeit zu arbeiten.
  2. Zieh es durch. Auch wenn du nicht sofort die Geschäftsführung dazu bewegen kannst, sich für die Umwelt einzusetzen: Auch kleine Aktionen können Veränderungen bewirken. Du kannst in Deinem Geschäftsbereich anfangen, Deine Mitarbeiter auf Deine Seite zu ziehen und mit kleinen Freiwilligenprogrammen den Anfang machen. Wichtig ist, dass Du machst und nicht nur darüber redest.
  3. Fang klein an. Du musst nicht sofort Bäume pflanzen gehen. Es reicht für den Anfang schon, dafür zu sorgen, dass Dinge recycelt werden, mit denen Deine Mitarbeiter sich schwertun. Glühbirnen etwa oder Batterien. Stell Sammelbehälter hierfür auf und bring die Sachen weg. Ein Anfang wird gemacht sein.
  4. Behandle das Personal gut. Hier beginnt soziale Verantwortung: Bei den Angestellten eines Betriebs. Sind diese fair bezahlt, haben sie genug Freizeit, um zufrieden zu sein? Können sie nach der Geburt eines Kindes problemlos Urlaub nehmen, auch über offizielle Vorgaben hinaus? Diese Dinge sind wichtig und tragen zur Arbeitsmoral und Loyalität bei. Es lohnt sich.
  5. Mache Dein Engagement öffentlich. Das bedeutet einerseits: Schreib z.B. eine Pressemitteilung, wenn Du ein größeres Projekt startest. Es heißt aber auch: Erzähle Leuten davon. Und ermutige Deine Mitarbeiter, dasselbe zu tun. So erlangst Du den Ruf, den Du haben möchtest, um die richtigen Leute zu erreichen.
  6. Vermeide Verschwendung. Wechsel die Glühbirnen in den Geschäftsräumen zu LED, biete Mitfahrgelegenheiten für Deine Mitarbeiter oder sogar einen Fahrradclub zur Arbeit – überlege Dir, wie Du es schaffen kannst, dass von Deinem Unternehmen weniger Umweltverschmutzung ausgehen kann, auf jede denkbare Weise.
  7. Fördere die Begeisterung Deiner Mitarbeiter. Wenn Deine Mitarbeiter selbst überzeugt sind von der Idee der unternehmerischen Nachhaltigkeit, fördere diese Überzeugung. Frag sie, welche Projekte und Anliegen ihnen am Herzen liegen und lass sie diese auf Betriebsebene verfolgen.
  8. Arbeite mit anderen Bereichen zusammen. Je mehr Menschen mitmachen, und aus je mehr verschiedenen Bereichen diese kommen, desto kreativer werden die Ideen.
  9. Suche Anschluss in Deiner Umgebung. Verbinde Dich dafür mit anderen Initiativen in Deiner Stadt oder Deinem Ort. So wirst Du nicht nur eine höhere Durchschlagskraft erhalten, sondern auch sicherstellen, dass viele Leute außerhalb des Unternehmens davon wissen.

Für Recruiter ist Nachhaltigkeit also ein bedeutendes Mittel, um Fachkräfte anzuziehen. Vor allem junge Menschen, die im IT-Bereich arbeiten achten auf solche Dinge. Und darüber hinaus können die zugehörigen Anstrengungen noch ganz andere Kräfte und Vorteile in einem Unternehmen freisetzen.

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WhatsApp for Business für Recruiter

whatsapp for business recruiting

Während die Gesellschaft sich mittlerweile gefühlt zur Hälfte nicht mehr im wahren Leben tummelt, sondern in den Sozialen Medien, ist es nur logisch, dass man sich als Recruiter ebenfalls dorthin bewegt. Aber welche Vorteile bestehen im Nutzen von WhatsApp for Business für Recruiter? Wie können sie das Tool nutzen, das erst vor kurzem in Deutschland gestartet ist? Welche Vor- und welche Nachteile hat es?

Die Zahlen sind eindeutig: Die Messenger-Dienste überflügeln alles Dagewesene. Mittlerweile scheint es, als seien sogar die Sozialen Medien selbst der Übermacht – ihrer teilweise hauseigenen – Messenger-Dienste nicht gewachsen. So stagniert das Wachstum Facebooks, währen sein Messenger fleißig genutzt wird. Und WhatsApp, der mit Abstand beliebteste Messenger, lässt auch Facebooks Dienst hinter sich, auch wenn beide zum Facebook-Unternehmen gehören.

Kürzlich nun hat WhatsApp seinen Dienst WhatsApp for Business in Deutschland gestartet. Recruiter sollten sich also bald mit dem Tool auseinandersetzen, wenn auch nur, um sich die Funktionsweise anzuschauen. Das wäre nur logisch, denn es heißt, 40 Millionen Deutsche nutzten die App, allen voran junge Menschen. Und junge Menschen, gerade die jüngsten Generationen sind meistens offen für einen Jobwechsel.

Außerdem haben Messenger-Dienste noch andere Vorteile, die auch – und gerade – für Unternehmen relevant sind. So wird ein Messenger jede Nachricht erst einmal gleich behandeln. Die meisten Unternehmen setzen noch auf Facebook-Pages, um Menschen zu erreichen. Das ist sicherlich nicht schlecht, doch versucht Facebook zur Zeit immer mehr, nur noch bezahlten Beiträgen eine anschauliche Reichweite zu verschaffen. Die Tage, in denen man als Unternehmen mit unbezahlten Beiträgen eine ordentliche organische Reichweite erzielen kann, sind gezählt.

Außerdem kommt die Nachricht eines Messengers sofort beim Empfänger an. Auf Apple-Geräten wird eine solche sogar auf dem Sperrbildschirm angezeigt. Der User muss also nicht einmal sein Handy entsperren, um die jeweilige Nachricht zu lesen. Sie funktioniert dort also wie die Push-Nachricht einer Medien-App. Weniger Hürden bietet derzeit wohl kaum eine Technologie auf dem Markt.

Darüber hinaus ist die schlichte Masse an Menschen, die den Messenger nutzt, ein Argument, ihn auch zu verwenden. Messenger sind heutzutage das Mittel, um die größtmögliche Zahl an Leuten zu erreichen.

Gerade weil WhatsApp for Business für Recruiter in Betracht kommt, sollte man einmal überlegen, welche Vorteile die App beim Recruiting-Prozess selbst bietet. Schließlich hat Facebook hier einige Features integriert, die Unternehmen tatsächlich das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen sollten. Die Grundfunktionen von WhatsApp beherrscht die Erweiterung, die derzeit sogar noch kostenlos ist, auch. Dazu kommen aber weitere.

Im Grunde bietet WhatsApp for Business die Grundfunktionen der normalen App, angereichert um nützliche Zusatzfunktionen für Unternehmen. So kann man zum Beispiel eine Art Visitenkarte für sein Unternehmen hinterlegen, auf der alle Informationen, die jemand, der von Extern auf das Unternehmen zugehen möchte, anschaulich zu finden sind. Dann kann man Standard-Antworten einrichten, die jeder zu lesen bekommt, der eine Nachricht an das Unternehmen sendet. Das selbe gilt für eine Begrüßungsnachricht genauso wie für eine automatisierte Abwesenheitsnachricht. Es ist möglich die einzelnen Gespräche mit bestimmten Labels zu versehen. Der Recruiter bekommt rot, der Personalmanager gelb und der Vertriebsmitarbeiter grün zugewiesen – als Beispiel. Außerdem kann man seine Geschäftszeiten hinterlegen und seinen Standort anzeigen lassen. Und das sind noch nicht alle Funktionen, die die neue App bietet.

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Welche Vorteile hat WhatsApp for Business für Recruiter?

Ganz klar: Wer als Millenial gilt, ist technikaffin. Das heißt, dass junge Menschen generell am liebsten nur noch über das Internet kommunizieren würden – um es auf die Spitze zu treiben. Auf jeden Fall schätzen sie die unkomplizierte Form, die ein Messenger mit sich bringt. Gleichzeitig ist diese Art der Kommunikation direkter und persönlicher, als es eine E-Mail je sein könnte. Über WhatsApp for Business ist es auch möglich, Bewerbungsunterlagen direkt über den Messenger zu verschicken.

Das hat auch Vorteile für den Recruiter selbst. Schließlich hat dieser die Unterlagen dann sofort zur Hand. Wenn man ein kleines Unternehmen ist, das sich keine eigene Abteilung leisten kann, die Unterlagen von Bewerbern und diese selbst sammelt und ordnet, wachsen einem die unübersichtlichen, pflegeintensiven Excel-Tabellen schnell über den Kopf. Das ändert sich durch WhatsApp for Business für Recruiter. Denn dieser kann diese problemlos der Korrespondenz und damit dem jeweiligen Bewerber zuordnen. Der Messenger wird zum zentralen Datensammelpunkt. Ein Vorteil, der allerdings nicht ganz problemlos ist, wie später zu sehen sein wird.

Nun das Problem von WhatsApp for Business für Recruiter: Datenschutz

Zwar gibt es bereits Institutionen, die WhatsApp als Mittel zur Außendarstellung nutzen, doch beschränken diese sich auf höchst oberflächliche Dienste. Denn:

WhatsApp und Facebook sind keine Unternehmen, die vertrauenswürdig mit den Daten ihrer Nutzer umgehen. So gar nicht. Man kann sich fast sicher sein, dass die Daten, die man freiwillig bereitstellt nur die Spitze des Eisbergs sind, der die eigentliche Datenmenge darstellt, die von Facebook gesammelt wird. Das Unternehmen gewährt auch keinen Einblick in die Verwendung der Daten, was es schwierig, ja unmöglich macht, den anspruchsvollen Datenschutzrichtlinien gerecht zu werden, die hierzulande gelten. So ist es kein Zufall, dass es bereits einige Unternehmen gibt, die die generelle berufliche Nutzung von Anbietern dieser Art kategorisch verbieten.

Festzuhalten ist also ziemlich eindeutig, dass WhatsApp for Business für Recruiter keine Option sein kann. Der Datenschutz ist schlicht nicht gewährleistet.

Kann WhatsApp for Business für Recruiter denn trotzdem einen Nutzen haben?

Um eine knappe Antwort zu geben: Ja. Allerdings, wie gesagt, nicht indem sie das Tool nutzen. Allerdings lohnt es sich, Ausschau zu halten nach Anbietern, die nicht die Probleme haben wie WhatsApp for Business. Womöglich lohnt es sich auf Dauer, eine App zu entwickeln, die den Kontakt mit Bewerbern verwaltet, dabei aber so gestaltet ist, dass Datenschützer keine Möglichkeit finden, sich daran zu reiben.

Denn vor allem die Möglichkeit, die gesamte Kommunikation mit einem Bewerber auf einem übersichtlichen Kanal speichern zu können, ist unwahrscheinlich praktisch. Und sie macht es leichter, gewisse gesetzliche Vorgaben zu erfüllen – Löschfristen einzuhalten zum Beispiel.

Auch wenn WhatsApp for Business für Recruiter also keine Option darstellen darf, ist der Nutzen einer solchen App eindeutig. Es bleibt abzuwarten, ob in Zukunft eine Alternative daherkommen wird, die den strengen Gesetzen und Standards gerecht werden kann. Und angesichts des Vorteile, ist es ziemlich sicher, dass so etwas kommen muss.

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Wie komme ich an Insider-Informationen?

Stellenausschreibungen lesen sich immer ganz toll: Da warten Traumjobs, gute Gehälter, dynamische Teams und hervorragende Aufstiegschancen. Doch ist das wirklich so? Stellenausschreibungen sind schließlich nichts anderes als Werbebotschaften – nur mit anderen Adressaten: den potenziellen Mitarbeitern. Und beim „War for Talents“ kann man davon ausgehen, dass sich Firmen viel einfallen lassen, um sich als attraktiver Arbeitgeber von der Konkurrenz abzuheben.

Doch wie kommt man an realistische Aussagen? Wie findet man heraus, wie es dort wirklich zugeht?
Zunächst einmal kann man die Medien durchforsten: Ist das Unternehmen schon negativ aufgefallen, etwa durch Massenentlassungen oder Probleme mit dem Betriebsrat? Wenn es bei einem größeren IT-Anbieter oder Anwenderunternehmen diesbezüglich einen Skandal gab, lässt sich der im Internet schnell finden. Wie komme ich an Insider-Informationen? weiterlesen

01101000 | cellent AG

01101000 = 01 IT-Arbeitgeber, 10 Fragen, 1000 Möglichkeiten. Hier präsentieren sich Arbeitgeber in einem kurzen Interview mit Ihrem HR-Verantwortlichen in Sachen IT. Kurz, knackig, informell.

Philipp Tauch
Philipp Tauch
Leiter Personal
cellent AG

Branche: IT-und Organisationsberatung
Standorte: 11 in Deutschland (Fokus Süddeutschland), Österreich und der Schweiz.
IT ist unterstützende Funktion oder Kerngeschäft? Kerngeschäft
Anzahl der Mitarbeiter: 700

Was macht Ihr Unternehmen als Arbeitgeber einzigartig?
Zur Verstärkung unseres Teams brauchen wir keine Arbeitnehmer, sondern engagierte Menschen – Menschen wie SIE!
Wir suchen echte Berater- Persönlichkeiten, wobei ich die Betonung auf „Persönlichkeiten“ legen möchte, also einzigartige Menschen, die mit ihren individuellen Stärken und Charaktereigenschaften unser bereits starkes Team ideal ergänzen.
Bei der cellent haben Sie die Chance, in der obersten IT-Liga mitzuspielen: in einer Mannschaft, die für ihren Teamgeist bekannt ist. In einem faszinierenden Umfeld. Und hautnah dran am Puls aktueller technologischer Entwicklungen. Sie haben maßgeblichen Anteil am Erfolg eines dynamisch wachsenden, aber dennoch überschaubaren Unternehmens – und können all Ihre Eigeninitiative und Kreativität in die Waagschale werfen, weil gute Ideen nicht in überflüssigen Hierarchien untergehen. 01101000 | cellent AG weiterlesen

01101000 | Steria Mummert Consulting AG

01101000 = 01 IT-Arbeitgeber, 10 Fragen, 1000 Möglichkeiten. Hier präsentieren sich Arbeitgeber in einem kurzen Interview mit Ihrem HR-Verantwortlichen in Sachen IT. Kurz, knackig, informell.

Hanna Kranz
Hanna Kranz
Service Senior Human Resources Development and Recruiting
Steria Mummert Consulting AG

Branche: Unternehmensberatung
Standorte: In Deutschland: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg (Hauptsitz), Köln, Leipzig, München, Münster und Wien; Weltweit: 16 Länder
IT ist unterstützende Funktion oder Kerngeschäft? Kerngeschäft
Anzahl der Mitarbeiter: 1.700

Was macht Ihr Unternehmen als Arbeitgeber einzigartig?
Neue Wege zu beschreiten, hat bei uns Tradition. Bewahrt haben wir bei allem Wandel unsere Unternehmensphilosophie und die grundlegenden Werte unserer Servicekultur: Pragmatische, Ziel führende Empfehlungen als Grundprinzip, Fairness als Geschäftsethos sowie Kreativität, unternehmerisches Denken und Offenheit bei der Erarbeitung innovativer Lösungen sind Merkmale, die uns auszeichnen und uns in ihrer Kombination von Mitbewerbern differenzieren.
Unsere Mitarbeiter halten 20 Prozent des Kapitals der Steria Gruppe, was ihnen ein signifikantes Mitbestimmungsrecht einräumt, welches durch unser einzigartiges, partizipatives Governance-Modell noch verstärkt wird. 01101000 | Steria Mummert Consulting AG weiterlesen